Der Schulwald, ein B-Plan und eine Abstimmung

Vor der endgültigen Abstimmung über den B-Plan 18 (Gelände Dynastie, Strandweg) am 29.02. wurde bekannt, dass der Investor die Kosten für den B-Plan nur zum Teil übernehmen wird. Daher schlug die CDU vor, den Wald aus dem B-Plan heraus zu nehmen, um für die Gemeinde Kosten zu sparen, weil der Wald die weitaus größte Fläche des B-Planes ist.

Dieser Antrag wurde mit den Stimmen der CDU und UWG angenommen. Die Abstimmung über den so geänderten B-Plan ergab allerdings keine Mehrheit, weil alle SPD Vertreter und ein CDU Mitglied dagegen stimmten, und die restlichen Stimmen der CDU und UWG nicht ausreichten. Mithin wurde der B-Plan nicht beschlossen.

 

 

Die SPD unterliegt hier der Illusion, dass die Aufnahme des Waldes in den B-Plan eine grössere Sicherheit für den Bestand des Waldes bedeutet. Dem ist aber nicht so. Auch wenn der Wald im Plan geblieben wäre, kann diese Zweckbestimmung von einer folgenden Gemeindevertretung mit Mehrheit geändert werden. Da nach der jetzigen Situation der Wald ohnehin nicht bebaut werdenkann, weil er im Flächenutzungsplan als Wald ausgewiesen ist, und keine Möglichkeit für für den Eigentümer besteht, eine Bebauung zu erzwingen, muss der Wald nicht in den B-Plan aufgenommen werden.

 

Dr. Hans Georg Schneider